Licht - Licht darstellen
Wie stelle ich Licht-Effekte dar? (Teil 2)

Anmerkung des Autoren
Mit ein bisschen Verspätung folgt nun der erwartete Zweite Teil der Licht-Tutorial Reihe.

Hier bringen wir nun endlich Farbe ins Spiel. Wieder wurde versucht das Tutorial so einfach und Anfänger-Freundlich zu gestalten.

Das Tutorial
Natürlich hoffe ich das dieses dir weiter hilft!

Nun, im ersten Teil erklärte ich euch wie es sich mit Licht und Schatten Verhält. Heute versuche ich anhand eines Beispieles zu erklären wie ihr nun ein tatsächliches 'Leuchten' darstellen könnt.
Dabei ist das Medium das ihr verwendet total egal. Die Regeln funktionieren sowohl Digital wie auch Traditionell egal mit welchem Werkzeug.

 

Schritt 1:
Die Farben hierbei braucht ihr mindestens 3 Farben die in einem Verlauf von Hell nach Dunkel zusammen passen (+ Weiß oder Blender, alternativ kann man auch Flächen 'frei' lassen).
In meinem Beispiel: Hellgelb, Mittelgelb, Dunkelgelb/Orange.
Schritt 2:
Als erstes colorieren wir das Zentrum unserer Lichtquelle. Bei meinem Beispiel die mitte des Sternes mit dem Dunkelsten Farbton (Dunkelgelb/Orange).
Schritt 3:
Nun erzeugen wir mit dem Mittleren Ton einen leichten Übergang am Rand entlang ins Helle.
Schritt 4:
Mit dem Hellsten Ton beenden wir den Verlauf nach Außen zur Kontur ins Weiße. Je sauberer ihr den Verlauf hinbekommt, desto besser wird der Effekt.
Schritt 5:
Nun wären wir mit der Lichtquelle selbst schon fertig! Auch wenn der tatsächliche Effekt noch ausbleibt. Aber der folgt nun! Mit dem hellsten Ton dürft ihr nun
außerhalb der Konturen (euren 'Hintergrund') alles was beleuchtet sein soll leicht colorieren.
Hierbei eine wichtige Regel: Der Verlauf läuft hier Umgekehrt. Je näher an der Lichtquelle, um so heller colorieren!
Entsprechend coloriert ihr alles andere was weiter 'hinten' liegt mit dem Mittleren und dem Dunkelsten Ton.
Schritt 6:
Zum Schluss um den Effekt noch einmal zu verstärken: mit weiß eine Kontur um die Kontur der Lichtquelle ziehen und zusätzlich die Kontur mit weiß Abschwächen bzw. heller machen.
Alternativ könnte man bei Leucht-Effekten auch einfach nur Bleistift-Konturen machen. Ich wechsel hierbei immer Abhängig von meiner Lust ab.

 

Und damit wäre unser Ziel auch schon erreicht!
Eigentlich doch gar nicht so schwer oder? - Mit ein bisschen Übung und Routine lassen sich so tolle und spannende Effekte auf Bildern erstellen!

 

Weitere Möglichkeiten:
Prinzipiell könnt ihr mit JEDER Farbe einen solchen Effekt erzielen. Es sollten halt mindestens 3 Farben im Verlauf seinen mit welchem ihr gute aber nicht zu starke Kontraste erstellen könnt.
Hier mal noch ein Beispiel mit Grün, Blau und Rot.

Okay, Das ist alles schön und gut aber wie wende ich das nun tatsächlich in einem Bild an?
Ja, genau das gleiche Problem wie bei Teil 1 - Viel Theorie aber irgendwie weiß man nun nicht wie man das sinvoll in einem Artwork verwendet.

 

Nun, ihr erinnert euch an die Skizze aus Teil 1 in welcher wir mit Rot markiert haben welche Stellen nacher beleuchtet sein sollen?
- Ja? - Gut, dann schaut euch einmal das Beispiel an.
Alle Stellen die beleuchtet werden sollen (die wir Rot markiert hatten) habe ich nun mit der Farbe der Beleuchtung coloriert. Nur mit den 3 Farben des Leuchtenden Objekts.
anschließend habe ich mit der hellsten Farbe der entsprechenden Partien z.b. Haut oder Haarfarbe einen Übergang gemacht von dem 'Dunkelsten Licht-Ton' zum 'Hellsten Wunsch-Ton'.
Schwer zu Erklären aber könnt ihr euch Vorstellen was ich meine?
Ein Beispiel: Mein Dunkelstes Gelb/Orange zum hellsten Braun-Ton der Haare. -Danach colloriert ihr alles im Schatten liegende normal UND alles was noch weiter 'hinten' liegt , nochmal dunkler.

Kontraste! Sind hier für den besten Effekt das A und O.

Ihr dürft natürlich nicht vergessen: Je näher ihr einen 'Schatten' an der Lichtquelle habt, um so härter muss er dargstellt werden - Hier darf und muss dann auf Verläufe verzichtet werden.
Dies seht ihr hier am Besten an den Haarsträhnen über den Augen.

Das wäre nun alles!
Gerne könnt ihr mit Fragen und Wünschen zu mir kommen!
Ich hoffe wie immer das euch dieses Tutorial weiter hilft!